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Schön, spannend, ergreifend

Am 26. Februar 2009 gab Pete ein Konzert in der psychiatrischen Klinik Zugersee in Oberwil. Ganz nach seiner grosszügigen Art hatte er sich kostenlos zur Verfügung gestellt, um in erster Linie den Patientinnen und Patienten, aber auch den Mitarbeitenden und interessierten Aussenstehenden eine Freude zu bereiten.

Das ist ihm denn auch gelungen! Fast eine Stunde lang hat uns sein Spiel auf verschiedenen Didgeridoos verzaubert, hat an unserer Seele gezupft, hat uns mitgeführt in andere Sphären. Pete macht nicht einfach Musik. Und das Didgeridoo ist nicht einfach ein Musikinstrument, auf dem er Lieder spielt. Das Didgeridoo gibt vielmehr die Empfindungen von Pete wider, in Form von Tönen, leisen, lauten, langsamen, schnellen, dunklen oder hellen. Fremden Tönen, ja, aber auch höchst willkommenen, liebevollen, mahnenden, klagenden oder jubelnden, tröstenden oder aufmunternden. Pete und das Didgeridoo sind eine Einheit.

Ja, ich glaube Pete, wenn er sagt, dass er die Stimmung des Publikums in sich spürt, wenn er mit geschlossenen Augen vor oder mitten unter den Anwesenden seine Melodien aus dem Didgeridoo zaubert. Und ja, ich glaube auch, dass er während des Musizierens anderswo lebt und horcht und sieht, dort, wo wir zivilisationsverkümmerten Menschen es verlernt haben zu leben, zu horchen, zu sehen. Umso schöner, umso spannender und umso ergreifender ist es, den beiden, Pete und seinem Didgeridoo, zuzuhören.

Peter Kaiser, Arbon

Buddy Elias (der Cousin von Anne Frank) und Ich, an ihrem Grabmal

Gedanken zu Pete

Das Didgeridoo vermag als uraltes Instrument die Seelen und Herzen bis zu innerst in ihrer Mitte zu treffen, wenn der Spieler sich selber so weit zurücknimmt, um diese Qualitäten entstehen zu lassen. So ist nicht der Spieler im Zentrum, sondern das Instrument mit seiner berührenden Qualität. Pete Kaupp versteht diese Art des Didgeridoospielens und ist so in der Lage Menschen damit zu berühren und Welten zu verbinden, die ganz objektiv gesehen gar nicht zu vereinen sind. Es ist immer wieder ein wunderbares Erlebnis im wahrsten Sinne des Wortes, ihm zuzuhören und sich von den Klängen seines Didgeridoo bewegen zu lassen.

Verena Gaulthier-Furrer

Konzert

In der Kirche – an einem Trauergottesdienst.

Die Trauerfamilie nimmt Abschied vom lieben Verstorbenen. Der Priester findet tröstende Worte, doch die Stimmung bleibt gedrückt, denn die Menschen sind traurig. Und dann - ein leiser Windhauch – das Didgeridoo erwacht und beginnt zu spielen. Es spielt für den Verstorbenen und für die Trauernden. Ganz leise und langsam – einfühlsam - ertönen die Laute. Und ich spüre auf einmal eine Kraft, die in mir wächst - eine unglaublich erdende Kraft, die mich aufrichtet. Die Töne werden lauter und mit jedem Laut werde ich grösser und stärker - und Trauer und Schmerz werden kleiner. Meine Füsse verwurzeln sich in der Erde – Leichtigkeit umgibt mich. Ich lächle und fühle – ich bin diese Kraft. Die Töne werden leiser und dann - ein Windhauch – der Verstorbene dreht sich um und geht lächelnd ins Licht. Das Didgeridoo verstummt. Zurück bleiben die Kraft und die Zuversicht. Danke!

Nathalie Saner

Pete Kaupp und sein Didgeridoo
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